Die Indikationen zur Antiaggregation respektive Antikoagulation bei Gefäßpatienten werden im Schwerpunktthema I diskutiert und die Kontroversen zu diesem wichtigen Thema aufgezeigt. Das zweite Schwerpunktthema in diesem Heft befasst sich mit einem komplexen Syndrom, dem Thoracic-outlet-Syndrom (TOS). Das TOS kann aufgrund einer Kompression der Arterie, Vene und/oder des Nervs zu verschiedenen Symptomen führen.

PAVK braucht Antiaggregation/Antikoagulation

Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) kämpfen an zwei Fronten. Zum einen haben sie ein außergewöhnlich hohes Risiko, an ihrer kardiovaskulären Komorbidität zu versterben, zum anderen fürchten sie um den Erhalt ihrer Extremität. Beide Aspekte der PAVK - die erhöhte Mortalität und das, wenn auch geringere Risiko der Amputation - können nicht getrennt betrachtet werden, da der PAVK-Patient ein Individuum mit beiden Risiken darstellt.

Thoracic-outlet-Syndrom (TOS)

Das Thoracic-outlet-Syndrom oder neurovaskuläre Schultergürtel-Kompressionssyndrom ist ein schwierig diagnostizierbares und therapierbares Krankheitsbild. Dies beruht darauf, dass verschiedene anatomische Strukturen (Arterien, Venen und Nerven) im Bereich dreier physiologischer Engpässe (kostoklavikulärer Raum, subkorakoidaler Raum, Skalenuslücke) durch verschiedene ossäre und bindegewebige Anomalien komprimiert werden können, was zu einer großen Vielfalt an Symptomen und Befunden führt.

Optionale Cavafilter

Innerhalb der Europäischen Union sterben etwa 200.000 Patienten pro Jahr an einer akuten Lungenembolie. Für den Großteil dieser Patienten ist die initiale parenterale Antikoagulation die Therapie der Wahl. Die Insertion eines Filters in die Vena cava inferior zum Auffangen der Thromben aus dem tiefen Beinvenensystem bleibt den wenigen Patienten mit zum Beispiel rezidivierenden Lungenembolien trotz adäquater Antikoagulation vorbehalten.

Motorradfahren nach Beinamputation

In diesem Artikel geht es um die Frage, ob PAVK-Patienten oder Diabetiker auch nach einer Beinamputation weiterhin mit dem Motorrad fahren können. Wie kann ein Motorrad für den beinamputierten Patienten umgerüstet werden und worauf ist dabei zu achten?

Postoperative Thromboseprophylaxe bei Gefäßerkrankungen

Die medikamentöse Thromboseprophylaxe stellt einen essenziellen Bestandteil im Management der arteriellen Gefäßchirurgie dar und trägt wesentlich zu einer Reduktion thromboembolischer Komplikationen bei. Aufgrund der Tatsache, dass bei Hochrisikopatienten in bis zu 50 % der Fälle thromboembolische Komplikationen und in bis zu 7 % tödliche Lungenembolien beschrieben wurden, wird eine allgemeine medikamentöse Thromboseprophylaxe in der operativen Medizin empfohlen.

Home   Kontakt   Impressum   AGB   Login