Kritische Perfusionsstörungen einer Extremität entstehen überwiegend auf dem Boden einer arteriosklerotischen Grunderkrankung bzw. durch embolische Verschlussprozesse. Bei jüngeren Patienten sind differenzialdiagnostisch alternative Okklusionsursachen wie z. B. Vaskulitiden, Thrombangiitis obliterans oder Komplikationen von Kompressionssyndromen zu bedenken. Die duplexsonographische Diagnostik ist wegweisend bei der Diagnosefindung und der sorgfältig daran ausgerichteten Therapieplanung.
Fallbericht
Ein 41-jähriger männlicher Patient stellte sich wegen seit 14 Tagen aufgetretenen Ruheschmerzen im Bereich des rechten Unterschenkels bei einer niedergelassenen Angiologin vor. Diese diagnostizierte eine kritische Perfusionsstörung und wies den Patienten unverzüglich in das Gefäßzentrum ein. Anamnestisch ließen sich retrospektiv eine Claudicatio intermittens seit 9 Monaten und eine angebliche, bislang aber nicht therapierte Rheumatoidarthritis eruieren. Die Abfrage vaskulärer Risikofaktoren ergab einen Nikotinabusus mit mittlerweile 10 Packyears.