Einleitung

Die Seldinger-Technik ist die häufigste Methode zur Punktion von Blutgefäßen zum Zweck der Katheterisierung. Sie wurde 1953 von dem schwedischen Radiologen Sven-Ivar Seldinger (* 19. April 1921, † 21. Februar 1998) entwickelt, um Angiographie-Katheter in Blutgefäße einzubringen.

Das Gefäß wird an der entsprechenden Stelle (z. B. am Hals oder am Arm) mit einer Punktionskanüle punktiert. Die Lage im Blutgefäß (intravasale Lage) wird durch Blutfüllung im hinteren Teil der Kanüle erkennbar. Nach Entfernen des Mandrins wird über die nun im Blutgefäß liegende Kanüle ein Führungsdraht vorgeschoben. Dies erfolgt in vielen Fällen unter Durchleuchtung, um die Lage des Drahtes verfolgen zu können. Anschließend wird unter Fixierung des Führungsdrahtes die Punktionskanüle entfernt. Dabei ist das Gefäß an der Einstichstelle zu komprimieren und streng darauf zu achten, dass die Position des Drahtes unverändert bleibt.

Schnyder et al. untersuchten 2001 die Größe der A. femoralis communis und ihre Abhängigkeit von Körperstatur und Komorbidität bei 200 Patienten. Der Durchmesser der A. femoralis communis wurde mit 6,9 ± 1,4 mm und ihre Länge mit 43,3 ± 16,2 mm angegeben. Diabetiker (Diabetiker vs. Nichtdiabetiker: 6,5 ± 1,1 mm vs. 7,1 ± 1,4 mm), Frauen (Frauen vs. Männer: 6,0 ± 1,0 mm vs. 7,5 ± 1,2 mm) und Menschen mit einer kleinen Körperoberfläche (Korrelationskoeffizient: 0,46) haben eine kleinere A. femoralis communis. Bei 98,5 % aller Patienten lag die Bifurkation der A. femoralis communis distal des Zentrums des Femurkopfes. Dabei wurde bei 13 % ein anderes Gefäß als die A. femoralis communis getroffen und bei insgesamt 54 % war die Lokalisation der Punktion nicht optimal im Zentrum der A. femoralis communis. Die Autoren schlossen aus ihrer Arbeit, dass die optimale Punktion der A. femoralis communis im Zentrum des Femurkopfes besser unter orientierender Durchleuchtung in Kenntnis der knöchernen Strukturen erfolgen sollte.



Anatomie der A. femoralis communis: A) Untere Begrenzung des Femurkopfes; B) Zentrum des Femurkopfes; C) Grenze zwischen A. iliaca externa und A. femoralis communis; D) Bifurkation der A. femoralis communis (nach Schnyder et al. 2001).

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Inhalt der Ausgabe 2009/04

  • Schwerpunktthema
    • Klinische Relevanz der Thrombophilie-Diagnostik
  • Grundlagen
    • Pneumatische segmentale Oszillographie
  • Der aktuelle Fall
    • Hypo-/Dysfibrinogenämie als Risikofaktor für arterielle und venöse Gefäßverschlüsse sowie persistierende D-Dimer-Erhöhung
  • Lifestyle
    • Religion und Spiritualität - Verbindungen zur körperlichen Gesundheit
  • Tipps
    • Optimale Punktionslokalisation bei Femoralarterienzugängen
  • Interventionelle Angiologie
    • Nierenarterienstenose, Teil 1: Klinik und Diagnostik
  • Pharmakologie
    • Gibt es eine Indikation für Sildenafil beim Raynaud-Phänomen?
  • Für Sie gelesen
    • Luftverschmutzung erhöht Thrombosegefahr
    • Maden beschleunigen Wundheilung bei Ulcus cruris nicht
    • Kompressionsstrümpfe bei Schlaganfall
  • News
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    • Hinweise für Autoren
    • CME - Continuous Medical Education
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