Operative Therapie: Indikation zur Operation und Operationsverfahren

  • Dieser Beitrag ist Teil des Buches: Thomas Cissarek/Knut Kröger/Frans Santosa/Thomas Zeller (Hrsg.), > Gefäßmedizin - Therapie und Praxis. ABW Wissenschaftsverlag; ISBN 978-3-936072-89-1; Subskriptionspreis EUR 149,95 [D] bis 31.12.2009, danach EUR 179,90.

Der folgende Artikel erscheint hier als gekürzte und überarbeitete Fassung und gegliedert in drei Teile, beginnend mit Teil 1 in dieser Ausgabe. Mit Teil 2 in der Ausgabe 1/2010 wird dieser Beitrag mit dem Abschnitt "Therapie" fortgesetzt.

Epidemiologie, Ätiologie und Verlauf

Die arteriosklerotische Nierenarterienstenose (NAS), die häufigste Form der NAS, ist eine zur Progression neigende Erkrankung mit überwiegend ostialer Lokalisation, während die selteneren Formen der NAS bei fibromuskulärer Dysplasie, Arteriitis und externer Kompression in der Regel im distalen Nierenarterienhauptstamm bzw. in den Segmentarterien lokalisiert sind.

Die genaue Prävalenz der NAS ist nach wie vor ungeklärt. Frühe Autopsiestudien berichteten von einer Häufigkeit von bis zu 25 % für eine Diameterstenose > 50 % bei Patienten älter als 50 Jahre. Aktuelle Schätzungen gehen bei Patienten mit Bluthochdruck von einer Häufigkeit von < 5 % aus. In einer angiographisch kontrollierten Duplexsonographie-Studie fanden wir bei 19,6 % der 500 untersuchten Patienten eine NAS ≥ 40 % und bei 7,5 % eine NAS ≥ 70 %. Eine sonographische Studie bei Patienten mit terminaler Niereninsuffi­zienz ergab zu Beginn der Dialysepflichtigkeit bei 22 % der Patienten Hinweise auf eine NAS > 60 %. Die arteriosklerotische NAS ist typischerweise die Erkrankung des älteren Mannes, nur 1/3 der Patienten sind Frauen. Sie ist meist Teil einer generalisierten Arteriosklerose: Bis zu 95 % der Patienten haben eine begleitende koronare Herzerkrankung (KHK), 56 % eine zerebrale arterielle Verschlusskrankheit und 74 % eine arterielle Verschlusskrankheit der Beine (AVK). Eine NAS ≥ 50 % fand sich bei 28 % der Patienten mit AVK, bei 34 % älterer Patienten mit Herzinsuffizienz und bei 15 % der Patienten, die sich einer Koronarangiographie unterzogen. Häufigste mit einer NAS assoziierte kardiovaskuläre Risikofaktoren sind neben der arteriellen Hypertonie (99 %) die Hypercholesterinämie (89 %) und der Nikotinkonsum (61 %), seltener der Diabetes mellitus mit 41 %.

 

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Inhalt der Ausgabe 2009/04

  • Schwerpunktthema
    • Klinische Relevanz der Thrombophilie-Diagnostik
  • Grundlagen
    • Pneumatische segmentale Oszillographie
  • Der aktuelle Fall
    • Hypo-/Dysfibrinogenämie als Risikofaktor für arterielle und venöse Gefäßverschlüsse sowie persistierende D-Dimer-Erhöhung
  • Lifestyle
    • Religion und Spiritualität - Verbindungen zur körperlichen Gesundheit
  • Tipps
    • Optimale Punktionslokalisation bei Femoralarterienzugängen
  • Interventionelle Angiologie
    • Nierenarterienstenose, Teil 1: Klinik und Diagnostik
  • Pharmakologie
    • Gibt es eine Indikation für Sildenafil beim Raynaud-Phänomen?
  • Für Sie gelesen
    • Luftverschmutzung erhöht Thrombosegefahr
    • Maden beschleunigen Wundheilung bei Ulcus cruris nicht
    • Kompressionsstrümpfe bei Schlaganfall
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    • CME - Continuous Medical Education
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