Fall 1
Ein 48-jähriger Patient stellte sich zum Ausschluss bzw. Nachweis eines thrombophilen Risikofaktors in unserer hämostaseologischen Sprechstunde vor. Anamnestisch war im Februar 1995 eine idiopathische, mehrzeitige Thrombosierung der Vv. iliacae, lumbales, der distalen V. cava inferior bis kaudal der Nierenvenen, der Vv. femorales und popliteae beidseits aufgetreten. Eine Lysetherapie mit 7 × 600.000 IE Urokinase über 6 Tage wurde ohne Blutungskomplikation durchgeführt, allerdings auch ohne therapeutischen Erfolg. Nachfolgend Beginn einer zeitlich unbefristeten, oralen sekundärprophylaktischen Antikoagulation (OAK) mittels Phenprocoumon (INR-Zielwert 2,5). Hierunter Entwicklung eines chronisch okkulten Blutverlusts. Im Rahmen der Anämiediagnostik im Juni 2008, bei Marcumarpause und unter Thromboseprophylaxe mit LMW-Heparin, thromboembolische Myokardischämie im Sinne eines subakuten Myokardinfarkts (STEMI) anteroseptal. Das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung (KHK) wurde mittels Herzkatheter (PTCA) ausgeschlossen.
Lesen Sie zur Diagnostik in diesem Fall nach dem Login im PDF-Download.