Das erste Schwerpunktthema dieser Ausgabe befasst sich mit den sehr wichtigen Ergebnissen der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie, die als umfangreiche prospektive Beobachtungsstudie einen prädiktiven Wert hinsichtlich des Risikos eines plötzlichen Koronarereignisses erfasst. Als weiteres Schwerpunktthema haben wir die infizierte Arterie gewählt. Die sogenannte septische Gefäßchirurgie ist weiterhin eine sehr ungeliebte Krankheits- und Behandlungsentität, die mit einer sehr hohen Morbidität und Mortalität einhergeht.

Die Prävalenz der PAVK

Die Heinz-Nixdorf-Recall-Studie (HNRS) ist eine prospektive Beobachtungsstudie mit dem Ziel, den prädiktiven Wert der Bestimmung des Koronarkalks mittels Computertomographie in Abhängigkeit vom individuellen Patientenrisiko hinsichtlich der Ereignisse "Herztod" und "Myokardinfarkt" zu evaluieren. Nach dem Nachweis einer PAVK werden etwa 30 % der Patienten innerhalb von fünf Jahren versterben, aber nur 1 bis 3 % werden sich einer größeren Amputation unterziehen müssen.

Die infizierte Arterie

Virchow erkannte bereits 1847, dass Bakterien in einer Arterienwand zu einer Nekrose führen und sie zerstören. Klinisch manifestieren sich Gefäßwandinfektionen meist als Aneurysma, das dann als "mykotisches" Aneurysma bezeichnet wird. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend, da sie die Pathogenese der Gefäßschädigung nicht berücksichtigt.

Fluss-mediierte Dilatation

Das Endothel ist für die Aufrechterhaltung des Gefäßtonus von essentieller Bedeutung. Ein vermehrter Substratbedarf unter Belastung muss durch eine fein abgestimmte Steigerung des Blutflusses gewährleistet werden. Das Endothel nimmt an dieser zentralen Aufgabe auf vielfältige Weise teil. Ein physiologisch wichtiger endothelabhängiger Mechanismus zur Blutflussregulation ist die Fluss-mediierte Dilatation (FMD), die erstmalig 1933 von A. Schretzenmayer beschrieben wurde.

Krurale Rekonstruktion mittels In-situ-Bypass

Standardverfahren in der operativen Therapie von Unterschenkelarterienverschlüssen ist der autologe Venenbypass. Bei fehlender autologer Vena saphena magna müssen bei drohender Amputation zur Extremitätenerhaltung auch Fremdmaterialien zum Einsatz kommen. Die Indikation hierfür ist streng zu stellen, da die Langzeitergebnisse deutlich schlechter sind als für den Venenbypass (30-40 % statt 60-80 % Durchgängigkeitsrate nach 5 Jahren).

Adjuvante Antikoagulation beim STEMI

Die Behandlung des akuten STEMI hat in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung erfahren, die zu einer wesentlichen Reduzierung der Krankenhausmortalität geführt hat. Doch weiterhin entfallen noch zwei Drittel der Gesamtsterblichkeit auf die Prähospitalphase, davon über die Hälfte in die erste Stunde nach Symptombeginn - eine Phase, in der durch den Notarzt bzw. ärztlichen Bereitschaftsdienst bereits die medikamentöse Erstversorgung initiiert wird.

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