Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich vorrangig mit Kollagenosen und Vaskulitiden und beschreibt somit eine wichtige Schnittstelle zwischen der Angiologie und der Rheumatologie. Aufgrund der Komplexität der entzündlichen Gefäßerkrankungen wäre es wünschenswert, wenn der interdisziplinäre Dialog zwischen Gefäßmedizinern und Rheumatologen nicht nur auf der wissenschaftlichen, sondern insbesondere auch auf der Versorgungsebene stärker gefördert werden könnte.

Systemischer Lupus erythematodes und systemische Sklerose

Die systemische Sklerose (SSc) und der systemische Lupus erythematodes (SLE) sind Kollagenosen, die dem Angiologen bei der Abklärung akraler Läsionen vergleichsweise häufig begegnen. Leider fokussieren viele Publikationen zu diesem Themenkomplex einseitig auf digitale Ulzera, ohne die ganze Bandbreite der möglichen Manifestationen darzulegen.

In der vorliegenden Arbeit vermitteln wir deshalb einen systematischen Überblick über die akralen Hautmanifestationen bei SLE und bei der SSc.

 

Weggis, Schweiz 16.-19. Mai 2012

Dieses Jahr dürfen wir Sie in der Schweiz begrüßen. In einer einmaligen Landschaft, geprägt vom Vierwaldstädtersee und den umliegenden Bergen, steht neben "State of the Art"-Lectures und verschiedenen "Workshops" erneut der interdisziplinäre Austausch ganz im Vordergrund. Wir freuen uns, dass wir über die Jahre trotz stetig steigender Teilnehmerzahlen eine angenehme, familiäre Atmosphäre erhalten konnten. Frischen Sie Ihr Wissen auf, lernen Sie Neues kennen, profitieren Sie von internationalen Experten aus allen gefäßmedizinischen Fächern!

Unter > www.abw-cme.de können Sie die CME-Fragebögen zur gefaessmedizin.net online bearbeiten. Bitte registrieren Sie sich bei der ersten Teilnahme und legen Sie Ihr persönliches Benutzerkonto an. Bei Angabe Ihrer "Einheitlichen Fortbildungsnummer" (EFN) werden die CME-Punkte mit Ihrer Zustimmung automatisch an die Bundesärztekammer übertragen.

Kapillarmikroskopie

Nach der berühmten Arbeit von William Harvey 1628 über das Kreislaufsystem (De mortu cordis et sanguinis) entdeckte 1661 Marcello Malpighi die Kapillaren, die das arterielle und venöse System verbinden. 1674 versuchte A. von Leeuwenhoeck an Kapillaren des Kaulquappenschwanzes die Erythrozytengeschwindigkeit zu messen. Der Aufbau des Mikroskops, mit dem John Marshall um 1700 die Mikrozirkulation des Fischschwanzes untersuchte, ähnelte bereits unserer heutigen Apparatur.

Junger Mann mit kritischer Ischämie

Ein 41-jähriger männlicher Patient stellte sich wegen seit 14 Tagen aufgetretenen Ruheschmerzen im Bereich des rechten Unterschenkels bei einer niedergelassenen Angiologin vor. Diese diagnostizierte eine kritische Perfusionsstörung und wies den Patienten unverzüglich in das Gefäßzentrum ein. Anamnestisch ließen sich retrospektiv eine Claudicatio intermittens seit 9 Monaten und eine angebliche, bislang aber nicht therapierte Rheumatoidarthritis eruieren.

Effekte von aktiven Videospielen auf die körperliche Verfassung

Sitzende Tätigkeiten, wie Videospiele, begünstigen Fettleibigkeit. Aktive Videospiele, in denen Spieler physisch mit Bildern auf dem Bildschirm interagieren, können dazu beitragen, die körperliche Aktivität und die körperliche Verfassung zu verbessern. Das Ziel einer Studie in Neuseeland war es, die Wirkung aktiver Videospiele über einen Zeitraum von 6 Monaten auf Gewicht, körperliche Verfassung, körperliche Aktivität und körperliche Fitness zu untersuchen.

Riesenzellarteriitis

Die Riesenzellarteriitis (RZA) (Synonyme: Arteriitis temporalis, Morbus Horton) ist als eine Vaskulitis der Aorta und ihrer Abgänge definiert, deren histologisches Korrelat eine granulomatöse Vaskulitis mit Nachweis von Riesenzellen ist. Oft manifestiert sich die Riesenzellarteriitis (RZA) an der Arteria temporalis und die Erstmanifestation liegt meist über dem 50. Lebensjahr. Durch die modernen bildbegebenden Verfahren werden Beteiligungen der Aorta sowie der aortennahen Gefäße heute häufiger diagnostiziert.

Antikoagulanzien und Niereninsuffizienz: Sie interagieren alle

Der Markt der Antikoagulanzien ist in Bewegung und eine Vielzahl neuer Antikoagulanzien drängt auf Zulassung oder ist bereits zugelassen. Neben den Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nahrungsmitteln stellen insbesondere die Leber- und die Niereninsuffizienz besondere Anforderungen an die Patientenführung bei der Applikation von Antikoagulanzien. Dies gilt nicht nur für die neuen, sondern auch für die bisherigen Antikoagulanzien. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Aspekte der verfügbaren Antikoagulanzien und ihrer Probleme bei niereninsuffizienten Patienten aufgeführt.

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